Schulgarten "Sonnenblume"

Schulgarten "Sonnenblume"

Auf Initiative von Erika Volk, der Mitarbeiterin der Waldbachschule, entstand im Schuljahr 2014/15 der Schulgarten „Sonnenblume“ der Waldbachschule.

Die Etappen des Entstehens

Herr Schäfer aus Fürstengrund, Mitglied des Vereins Generationenhilfe Bad König, bereitete am 14. März 2014 mit seinem Traktor ehrenamtlich den Boden vor.

Horst Neff brachte mit seinem Traktor Mutterboden von der Deponie in Brombachtal. Norbert Krimmelbein von der Firma „Ideen rund um’s Haus - Lebensräume gestalten und erschaffen“ aus Sensbachtal spendete und lieferte ebenfalls verschiedenes Bodenmaterial. Hackschnitzel für die Wege erhielten wir von der Firma Schneider aus Balsbach.

 

Am 28. März 2014 war es dann endlich soweit. Die Schulgarten-AG startete unter Leitung von Erika Volk mit Unterstützung durch Frau Denz aus Bad König. Frau Denz, ausgebildete Landschaftsgärtnerin und Erzieherin im Ruhe­stand, hatte Erika Volk schon im Vorfeld mit Rat und Tat zur Seite gestanden und kreative Ideen eingebracht.

 

Herr Ehrlich von der Firma „Bambus und mehr…“ hatte frischen Bambus gespendet, der von den Kindern geflochten wurde und seitdem als Umrandung des Hochbeets dient.

Der Schulgarten ist ein Sträucher-, Gemüse-, Obst-, Blumen- und Kräutergarten. Die Beete sind teilweise durch Birken-stämme oder geflochtenen Bambus abgegrenzt.

Die Waldbachschule hat im Frühjahr 2014 von der Odenwald-Stiftung Wildblumensamen erhalten. Die Wildblumen wurden am Rande des Schulgartens gesät, beim Wachsen beobachtet und das auch dokumentiert. Herr Schnur, der Vorsitzende von der Odenwald-Stiftung, war von der Dokumentation so begeistert, dass er uns einen Preis versprochen hat.

Von der Odenwald-Stiftung wurde eine Hütte gespendet, die – liebevoll bemalt – sämtliche Gartengeräte beherbergt. Im Rahmen eines kleinen Festes mit selbst zubereitetem Essen fand die Übergabe statt.

Es gibt auch Insektenhotels im Schulgarten. Diese wurden von den Kindern selbst befüllt. Die Insektenhotels ermöglichen den Kindern selbstständige Beobachtungen in der Natur. So lernen sie verschiedene Insekten und deren Lebensweise näher kennen.

Die Bewässerung erfolgt durch eine dafür aufgestellte Regentonne. Im Garten wird komplett auf Chemie verzichtet. Kartoffelkäfer werden abgelesen, Blattläuse mit Wasserstrahl oder bei starkem Befall mit Brennnesseljauche bekämpft.

 

Im Rahmen der freiwilligen Arbeitsgemeinschaft „Vom Garten in den Topf" arbeiten die Kinder im Garten unter Erika Volks Anleitung. Es werden Beete hergerichtet, Kompost gesiebt, Unkraut gezupft, gepflanzt, gesät, geerntet.

Und wie es sich letztendlich gehört, wird die Ernte auch verarbeitet. Wenn die Ernte die Möglichkeit der eigenen Verarbeitung überschreitet, wird sie gegen Spenden an Bewohner des Dorfes abgegeben. Marmeladen und Gelees werden auf dem Zeller Weihnachtsmarkt verkauft.

Natürlich darf bei all der Arbeit auch ein Gartenfest nicht fehlen, mit selbst zubereiteten Leckereien.

Bei der Arbeit im Schulgarten sind die Kinder in der Natur tätig, erkennen und erfahren dabei selbst die Nachhaltigkeit. Sie übernehmen Verantwortung für die Hege und Pflege sowie letztendlich die Ernte. Die geernteten Produkte werden gemeinsam verarbeitet oder in Unterrichtsprojekte zur gesunden Ernährung einbezogen. Mehrmals im Schuljahr wird von den AG-Kindern unter Anleitung von Erika Volk an besonderen Tagen ein gesundes Essen für alle Schulkinder und Mitarbeiter zubereitet und gemeinsam verzehrt – ein tolles Engagement für alle Schulkinder und das Schul-Team. Auch bereiten sie immer wieder kleinere Kostproben für alle im Wochenabschlusskreis vor,
z. B. kleine Brothäppchen mit leckerem Kräuterquark, mit Karottenbrotaufstrich, mit frischer Erdbeermarmelade oder Johannisbeergelee.

 

Alle Schulkinder profitieren von dem gesunden, leckeren, selbst zubereiteten Essen und lernen, wie wichtig gesunde Ernährung ist. Sie erwerben Wissen über Lebensmittel, ihre Herkunft, die damit verbundene Arbeit und wie so eine erntefrische Karotte direkt aus dem Garten schmeckt, unverfälscht und garantiert ohne Zusatzstoffe. Persönliches Erleben weckt Verständnis und Interesse für heimischen Obst-/Gemüseanbau und fördert mündiges Verbraucher-verhalten.

Tag des Schulgartens



Die Waldbachschule nimmt regelmäßig an dem „Tag des Schulgartens“, einem bundesweiten Wettbewerb teil. Riechen, fühlen, schmecken, ertasten, begehen, erraten und hören: Darauf kam es bei den verschiedenen Erlebnisstationen rund um den Garten an. Im kleinen Gerätehaus konnten sich die Gäste zurückziehen und den Geräuschen lauschen, welche man an einem ruhigen Sommertag im Garten hören kann – diesmal jedoch kamen sie vom iPad. Eine andere Station verbarg ihren Inhalt in einer löchrigen Kiste, und die Kinder mussten diese im Zwielicht erkennen und richtig benennen. Nicht nur ums Gedächtnis ging es am Memory-Stand, wo gleiche Paare aufgedeckt und benannt werden mussten. Sehr beliebt bei den Kindern war auch der Barfußpfad mit sechs unterschiedlichen begehbaren Untergründen. Erfühlt werden mussten ferner Gemüsesorten in einem Karton. Mit verdeckten Augen ertastete man Kartoffeln, Auberginen, Paprika und Kohlrabi.

Barfußpfad



Über ein Sozialprojekt einer achten Klasse der Ernst-Göbel-Schule wurde im Schulgarten ein Barfußpfad errichtet. Ein Barfußpfad ist eine Gehstrecke in der freien Natur mit unterschiedlichen naturbelassenen Bodenmaterialien, die barfuß bezwungen werden müssen. Die einzelnen Pfadfelder sind mit unterschiedlichen Materialien gefüllt. Ein Barfußpfad soll gesundheitsfördernd sein, denn die verschiedenen Bodenbeläge wirken sich entspannend auf die Füße aus. Es werden die motorischen Fertigkeiten gefördert und die Sinneswahrnehmung sowie das Koordinationsvermögen geschult.

  Im Schulgarten wohnen jetzt ein Frosch und ein Marienkäfer
 So sieht es im Schulgarten und bei den Bienen aus
Share by: